Sep 16

Ich habe mal auf meinen Arzt gehört und bin mal weg gefahren. Praktischerweise hatte ein Arbeitskollege aus Berlin kurzfristig Zeit und lud uns auf einen Abstecher nach und in Berlin. Gesagt getan,  wir haben uns am Samstag morgen mit einem Regenbogen als Abschiedsgruß von Dessau mit der Deutschen Bahn (eigener Beitrag kommt noch) in Richtung Berlin gemacht. Knapp etwas über 2 Stunden Fahrt waren wir dann auch am Berliner Hauptbahnhof (tief) angekommen. Hammer Bahnhof, von der Größe alleine schon. Vom Bahnhof habe ich keine Bilder gemacht, so etwas kann man auch nur schwer in Bilder rüberbringen.

Regenbogen am Dessau Hauptbahnhof

Ja da waren wir und suchten nach Ulf unserem Arbeitskollegen. Kennt ihr das? Ihr seid in einer für euch fremden Stadt und sucht jemanden, dieses komische Gefühl der Hilflosigkeit. Da watschelte er auch uns entgegen und nachdem man vorsichtig gefragt hatte ob er auch der ist, für den man erwartet hatte begrüßte man sich auch richtig. Nachdem die förmlichen Sachen abgehakt waren, fragte ich wo die Toiletten sind, denn jeder der öfters mit Regionalbahnen oder -Express fährt, man geht nicht auf die Toilette in der Bahn, wenn man nicht wenigstens eine Flasche Desinfektionsspray dabei hat.

Vom Bahnhof wurden wir einmal queer durch Berlin gescheucht, angefangen vom Brandenburger Tor rüber zu div. Baustellen. Apropo Baustellen, ich hatte das Gefühl das mind. 1/3 von Berlin eine Baustelle ist. Egal, beim Museum von VW konnte man dann auch mal schauen, welche Wagen man wohl so schnell die von innen sehen wird (der Aufpasser von Bugati hatte so einen leichten panischen Blick drauf wo wir in die Ausstellungsräume betraten).

Mittlerweile sind auch schon ein paar Stunden vergangen, jaha in Berlin kann man echt ne Weile laufen. Mein Muskelkater ist heute Zeuge davon. Wir hatten Hunger und so hielten wir bei einem Amerikanischen Diner am Potsdamer Platz (Name war glaube ich „Andies American Diner“). Dort mal gemütlich ne Currywurst XXL + Pommes Schranke (mit Ketchup und Mayo) bestellt und uff war das megalecker! Empfehlenswert!

Nachdem das leibliche Wohl erledigt wurde, kam wir zum kulturellen. Ulf schleppte uns zur Oranienstraße (Ortsteil Kreuzberg, wenn ich richtig aufgepasst habe). Hier treffen sich mehrere Kulturen auf engsten Platz. Wer schon mal die versch. Lebensmittel aus fernen Ländern probieren will, kommt hier auf seine Kosten. Natürlich gab es hier auch Döner und/oder Pizza. Dennoch gibt es hier auch versch. Läden, über Hardrock/Comic Einkaufmöglichkeiten hin zu Spielhallen oder Simplen Tabackgeschäften ist alles drin. Hier sollte man mal gewesen sein!

Mittlweile sind schon wieder ein paar Stunden vergangen und man hatte einen kleinen Nachmittagshunger. Unser Tourguide sagte, das am Ende der Straße (die ist wirklich lang) ein Kaffeehaus ist. Dieses Lädchen ist eine Perle, urig gemütlich mit versch. Kaffee-/Teesorten. Und eins können die im Kuchenkaiser, das sind Kuchen. Oh Gott war der gut. Die Bedienung war freundlich und nicht zu aufdringlich oder desinteressiert wie ich es sonst kenn in meinem Wohnort.

Ich hätte da gut und gerne bis in den Abend hinein sitzen können, das wollten aber meine Frau noch unser Guide und somit ging es dann weiter.

Nächsten Ziel war der Alex, ich war schon früher mal aufm Alexanderplatz, da kam er mir aber irgendwie nicht so groß vor. Natürlich war auch ein Abstecher zum Fernsehturm drin, aber nur zum Fuße. Die Zeit und Höhenangst waren gegen ein Besuch da oben, vllt. beim nächsten Besuch Berlins. Natürlich waren irgendwelche Demos/Kundgebungen am Alex, ich glaube kaum das es so etwas mal nicht dort gibt.

Das war es dann auch schon mit dem Kurzausflug so gut wie vorbei, wir versuchten dann noch ein Fladenbrot zu bekommen für das Mittag am Sonntag, was sich außerhalb von Kreuzberg schon fast wie eine Schatzsuche mutmaßte. Nachdem wir schon fast gefrustet am Hauptbahnhof ankamen fragten wir einen Dönerstand ob er ein paar Stücke da hat und Gott sei Dank hatte er welches da und somit ist das Mittagessen am Sonntag gesichert.

Am Hauptbahnhof suchte ich noch die fix die nächste Verbindung nach Hause raus und wir gingen dann zum Gleis. Unser Tourguide konnte vom gegenüberliegenden Gleis abfahren und somit war es für ihn dann auch kein weiter Heimweg mehr.

Fazit:

Berlin innerhalb eines Tages nicht schaffbar! Wenn dann mindestens ein Wochenende bis hin zu einer Woche. Ich könnte mir es sogar vorstellen evtl. irgendwann mal dort hin zu Ziehen. Schauen wir was die Zukunft zeigt.

geschrieben von DasEcki \\ tags: , , ,

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