Okt 04

Aktuell ist die Sache mit der Arbeitslosigkeit noch sehr präsent. Nicht arbeiten zu dürfen, obwohl man könnte. Meine Arbeit war mehrere Jahre Mittelpunkt des Lebens. Teilweise war es quasi das, was mich aufstehen lies.

Je mehr ich es aktuell akzeptiere, dass es so ist, desto nüchterner betrachte ich die letzten über 5 Jahre. Es gab Wochen da war mir die Firma teilweise wichtiger als die Familie oder Freunde. Ich war ständig darauf bedacht immer topfit in die Firma zu kommen um auch immer 100% oder auch manchmal mehr zu bringen.

Gerade das darauf achten, dass man topfit auf Arbeit kommt, hatte mich teilweise müde gemacht. Was macht man, wenn man Freizeit hat? Die Frage stellte ich mir oft. Es gab Tage da konnte ich nicht abwarten, wieder zu arbeiten, weil ich nicht wusste, was ich in meiner Freizeit tun sollte. Klar ich hätte irgendetwas unternehmen können? Aber alleine oder mit der Frau gibt es nur begrenzte Möglichkeiten.

Aktuell fange ich wieder an, zu leben! Die Firma war einmal. Der Rest macht der Anwalt. Ich fange seit Neustem wieder an, zu träumen. Es sind Träume in allen möglichen Genres. Ich fasse es nicht, ich habe über 5 Jahre keine Träume mehr gehabt. Ich finde es toll.

Mein Geist kommt zur Ruhe, ich kann abschalten. Neue Arbeit wird sich auch finden, da mache ich mir keine Sorge. Alles ist momentan schön, meine Frau setzt mich nicht unter Druck. Ich kann tun und lassen, was ich will. Und das mach ich auch. So hat das Leben für die Firma geendet und ein neues noch unbekanntes Leben kommt. Ich lass mich überraschen und entscheide spontan, was ich mache.

geschrieben von DasEcki \\ tags: , , ,

Hinterlasse ein Kommentar